Ev. Kirchengemeinden Niedereisenbach, Offenbach/Glan  u. Wiesweiler

  Besondere Gäste   Verabschiedung  

                                                          

Herr Nikolaus Schneider, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, besuchte den Kirchenkreis  St.Wendel

Zu dem Programm des höchsten Repräsentanten unserer Landeskirche gehörte am 3. Mai 2004 ein Treffen mit den Presbyterinnen und Presbytern des Kirchenkreises im Jugendzentrum Baumholder. Er berichtete im Beisein von Superintendent  Gerhard Koepke von den künftigen Problemen , die wir auch in unserer Landeskirche als Folge des Wandels der Bevölkerungsstruktur erwarten müssen. „ Es gilt schmerzhafte Entscheidungen zu treffen, die von den Presbyterien Mut und Weitsicht verlangen,“ fuhr er sinngemäß fort. Dabei geht es nicht nur darum, dass man im Zweifelsfall die knapper werdenden Mittel verstärkt für Investitionen in menschliche Tätigkeiten wie etwa Kinder- und Jugendarbeit einsetzt, sondern dass man ebenso beachten muss , die bauliche Substanz der Kirchen  zu erhalten, da diese Gebäude  nach seinen Beobachtungen eine wesentliche Identifikation für eine Gemeinde bedeuten können. Der Beschluss der  Landessynode 2004 zum Thema Abendmahl wurde von Präses Nikolaus Schneider erläutert. 

Der Themenbogen der anschließenden Diskussionsrunde spannte sich über Sektenfragen und Kritik am Angebot der Medien bis hin zu persönlichen Glaubensfragen und nicht zuletzt bis zur Ökumene, die für viele Gemeinden ein wichtiges Anliegen auch für die Zukunft bedeutet. Während das Zusammenleben der Konfessionen an der Basis noch als sehr lebendig und bereichernd erlebt werden darf, beobachtet man bei den Entscheidungsträgern der katholischen Kirche eine eher wachsende Distanzierung  von anderen christlichen Kirchen.

Am 4. Mai 2004 besuchte der Präses die Abteikirche in Offenbach. Pfarrer Hülser erläuterte während einer kurzen Andacht die Besonderheiten der Abteikirche.

 

Präses N. Schneider (rechts) und Superintendent G. Koepke  (links) in der Abteikirche


Tag der Auferstehung des Herrn

Ostersonntag 2002

-        Rundfunkgottesdienst in der Abteikirche zu Offenbach am Glan  -

 

 

Präses Manfred Kock, Ratsvorsitzender der EKD  mit  Superintendent Gerhard Koepke, St. Wendel

Präses Manfred Kock, Ratsvorsitzender der EKD, hält die Predigt

Kantorei des Ev. Kirchenkreises St. Wendel

Zu Beginn des Gottesdienstes

Sprecherin: Michaele Beimbauer, Offenbach/Glan

Liturgie: Superintendent Gerhard Koepke,

 

 

Pfarrer Hülser mit Präses Kock

Präses Kock nach dem Gottesdienst mit der Gemeinde

Superintendent Gerhard Koepke u. Superintendent i.R. G. Diercks mit Präses Kock

Die Kirchengemeinde überreicht ein Erinnerungspräsent an Präses Kock

 

 Superintendent G. Koepke u. Ortsbürgermeister H. Hahn im Gespräch mit Präses Kock

 

Empfang im Gemeindesaal  


Aus der Presse

DER WEG  schreibt dazu in seiner Ausgabe  vom 14. April 2002 :

Geborgen in Gottes Hand

OFFENBACH/GLAN - Hohen Be­such hatte die altehrwürdige Abteikirche in Offenbach am Glan (Kir­chenkreis St. Wendel) am Oster­sonntag. Der Präses der Evangeli­schen Kirche im Rheinland und UKD-Ratsvorsitzende,   Manfred Kock, feierte gemeinsam mit dem Superintendentendes Kirchenkrei­ses St. Wendel, Pfarrer Gerhard Koepke. den Gottesdienst. Nicht nur die Besucher in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche konn­ten Kocks Osterpredigt verfolgen, sondern auch die Hörer von SR2-Kulturradio. Der Gottesdienst wurde live im Hörfunk übertragen.

„Mitten im Chaos sind wir gebor­gen in Gottes Hand." Auf diesen Punkt brachte Kock seine Osterpre­digt über Verse aus dem Buch Hiob ( Hiob42, 10-17) Die alte Osterbotschaft vom Sieg des Lebens über den Tod verdiene neues Ver­trauen, auch wenn „unser persönli­ches Geschick und die menschli­che Geschichte voller Rätsel blei­ben" . sagte der Präses. Noch wider­sprächen die Wirklichkeit der Welt wie Krankheit, Hunger, Folter, Krieg und Terror der „Botschaft vom Tod des Todes". Doch mit der guten Nachricht von Ostern werde der „Stein vom Grab der Hoffnung" weggewälzt und dem Leben eine neue Perspektive geschenkt. Kock warnte vor dem „unerbitt­lich logischen Gottesbild", wie es seit jeher beschworen werde bei dem Versuch, dem Leiden einen letzten Sinn zu geben. Doch der Gedanke „Wenn du leidest, dann muss es einen Grund haben" führe letztlich nur in einen dogmati­schen Zwang von Schuld und Stra­fe, von Verdienst und Lohn. „Diese Händlergesinnung liegt wie ein Fel­sen zwischen Gott und Mensch" und begrabe damit jede Hoffnung, meinte Kock. Diese Störung der Gottesbeziehung bleibe nicht ohne Folgen für das Miteinander der Menschen, die „sich immer wieder untereinander knechteten mit ih­rer Logik von Investition und Ren­dite, von Leistung und Verdienst". Ostern dagegen sei die Einladung Gottes in ein neues Verständnis von Freiheit im Umgang mit sich selbst, mit der Schöpfung und mit dem Glauben. „Gott lässt dem Ge­schöpf Freiheit und Verantwortung zum Schweigen und zu neuer Er­kenntnis." Musikalisch begleiteten den Gottesdienst die Kantorei des Kirchen­kreises St. Wendel, der Posaunenchor der Kirchengemeinde Offenbach sowie Karin Bill (Querflöte), Pascal Kistner (E-Piano) und Steffen und Thomas Welsch (Schlag­zeug). Die Gesamtleitung hatte Kreiskantor Roland Lißmann, der auch die Orgel spielte.        red

 

Die Rheinzeitung schreibt dazu in ihrer Bad Kreuznacher Ausgabe am 2. April 2002 :

"Mitten im Chaos geborgen"

Präses Manfred Kock hielt nachdenklich stimmende Osterpredigt in der Abteikirche Offenbach

In der alten, mächtigen Abteikirche in Offenbach hielt Manfred Kock die Osterpredigt 2002. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und zugleich Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland schlug dabei einen weiten Bogen von Gün~ther Jauch, über Tod und Frauenbewegung bis hin zu seiner zentralen Osterbotschaft: "Mitten im Chaos sind wir geborgen in Gottes Hand".

OFFENBACH-HUNDHEIM. "Woran denken Sie an Ostern?", fragte Manfred Kock bei seiner Osterpredigt in der Abteikirche Offenbachs. Um sich den Antworten zu nähern, nahm Kock Anleihe im alten Testament - bei der Geschichte des Hiob. Hiob, ein vermögender Mann, verlor alles und wurde damit vertrös~tet, dass es schon seinen Grund habe, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Der Präses erklärte, das "unerbittlich logische Gottesbild" aus der Geschichte ("Wenn du leidest, hat es einen Grund und der liegt bei dir") sei ein "dogmatischer Zwang", eine "Händlergesinnung", er liege "wie ein Felsen vor der wirklichen Begegnung mit Gott". Noch widerspreche die weltliche Wirklichkeit der Botschaft vom "Tod des Todes". Trotzdem könne man die Botschaft des Lebens hören: "Mitten im Chaos sind wir geborgen in Gottes Hand", predigte Manfred Kock. Aus der Hiob-Geschichte leitete Kock ab: Freunde und Verwandte halfen ihm wieder "zurück zu kommen" und der neue Wert der Frau: "Es ist schon verwunderlich, wie hartnäckig sich die Männerherrschaft gegen die von Gott eröffnete Frage der Geschwisterlichkeit sperrt. Aber die Bilder solcher Erfahrung werden sich einst vollenden", orakelte Präses Kock in seiner Osterpredigt.

Superintendent Gerhard Koepke führte durch den Gottesdienst in der Abteikirche. Und der "Dom in der Provinz" war gefüllt bis auf den letzten Platz. Der Gastgeber, Offenbachs Pfarrer Johannes Hülser, ließ es sich nicht nehmen, Präses Kock persönlich das Abendmahl zu reichen. Beim Ostergottesdienst machten zudem mit: Michaele Beimbauer und Freya Hülser, Karin Bill (Querflöte), Pascal Kistner (E-Piano), Steffen Welsch und Thomas Welsch (Schlagzeug) sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Offenbach. (mk)



Stand: 03. Januar 2007