Ev. Kirchengemeinden Niedereisenbach, Offenbach/Glan  u. Wiesweiler

Patientenverfügung Jugendsynode 1999 Erklärung

Berichte

Pressestelle des Landeskirchenamtes

 

Präses Kock zur Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung:

"Protestanten und Katholiken eint viel mehr als sie trennt"

In einem Brief an die Gemeinden und Kirchenkreise der Evangelischen Kirche im Rheinland hat Präses Manfred Kock jetzt auf die Bedeutung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre hingewiesen, die am Sonntag, 31. Oktober, dem Reformationstag, von Vertretern der katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbunde Augsburg unterschrieben wird.

Der Brief hat folgenden Wortlaut :

"Am Sonntag, dem 31. Oktober 1999, dem Reformationsfest, wird in Augsburg von Repräsentanten der Römisch-Katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbundes die Gemeinsame Erklärung zu Rechtfertigungslehre (GE) mit den Zusatzdokumenten Gemeinsame Offizielle Feststellung (GOF) und Anhang (Annex) unterschrieben. Mit Bedacht ist gerade dieser Tag gewählt worden: Er wird so zu einem historischen Datum auf dem Weg zur Einheit in versöhnter Verschiedenheit zwischen den Kirchen der Reformation und Rom, eine schöne Frucht vielfältiger und engagierter theologischer Dialoge in den seit dem 2. Vatikanischen Konzil vergangenen mehr als drei Jahrzehnten kann geerntet werden. Das jetzt Erreichte bedeutet noch nicht die Herstellung von Kirchengemeinschaft. Es kann aber zu einer wichtigen Voraussetzung dafür werden, wenn es konsequent für die Weiterarbeit an den nach wie vor strittigen Themen genutzt wird, die die Gemeinsame Erklärung selbst nennt: insbesondere das Verhältnis von Wort Gottes und kirchlicher Lehre sowie die Lehre von der Kirche, von ihrer Einheit, vom kirchlichen Amt, von der Autorität in der Kirche und von den Sakramenten.

In sehr vielen Gemeinden unserer Kirche ist mittlerweile ökumenische Praxis in Frömmigkeit und Feiern, in Anstrengung und Arbeit selbstverständlich geworden als Dienst für unsere Mitmenschen und unseren gemeinsamen Herrn. Seine Güte und Barmherzigkeit wird so immer wieder neu und freudig, mit Herz und Mund und Tat und Leben bezeugt und damit auch nachdrücklich betont, dass evangelische und katholische Christen viel mehr eint als sie trennt.

Ich wünsche mir, dass am Reformationstag dieses Jahres an möglichst vielen Orten aus Anlass des festlichen Ereignisses in Augsburg ökumenische Gottesdienste mit den römisch-katholischen Nachbargemeinden gehalten werden. So können wir der Freude darüber angemessen Ausdruck verleihen, dass unsere beiden Kirchen nun in der Rechtfertigungslehre, der Mitte unseres Glaubens, getreu der Heiligen Schrift, gemeinsam bekennen können: Wir empfangen unser Leben als ein Geschenk aus Gottes Hand, wir nehmen es an im glaubenden Vertrauen auf seinen Sohn Jesus Christus und wir bestehen es getrost und zuversichtlich in seiner Liebe und mit dem Beistand des Heiligen Geistes."

Copyright © 1999 Evangelische Kirche im Rheinland


 Das ökumenische Miteinander, das an der Basis so gut funktioniert , muss leider auch Rückschläge erfahren. Informationen zum Thema in der kurzen Linksammlung :

Link zum umstrittenen Dokument der kath. Kirche:

Kongregation für die Glaubenslehre: Erklärung "Dominus Iesus" über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche

Reaktionen:

  Spiegelartikel    "Vatikanpapier löst heftige Proteste aus" vom 5.September 2000  

  Konfessionskundliches Instituts des Evangelischen Bundes, Bensheim vom 14.09.2000

Zusammenstellung von Presseartikeln zur vatikanischen Erklärung "Dominus-Jesus"  ( Quelle kath. Kirche der Schweiz )


Stand: 31. Oktober 2001