Rundfunkgottesdienst des SR 2 in der Abteikirche am 27.08.06

 

Tangos und Choräle für Dietrich Bonhoeffer von Oskar Gottlieb Blarr kamen in diesem Gottesdienst zur Aufführung. In den Textbeiträgen ging es um Kernfragen des christlichen Glaubens, wobei des Leid von Menschen im Zentrum der Betrachtungen stand. Die Texte wurden vorgetragen von  Pfarrer Pressler vom saarländischen Rundfunk (Bild rechts), unterstützt vom Superintendenten G. Koepke unseres Kirchenkreises St. Wendel und dem Pfarrerehepaar D. Leis und M. Karsch aus St. Wendel.

Über die musikalischen Darbietungen wird im Liedblatt berichtet:

 

 

1 Große Orgel

Große. Orgel (Roland Lißmann)

Röhrenglocken, Cymbal antique, 2 Gongs, Tamtam, 2 hängende Becken (l Spieler, Peter Hoffmann)

2 Altarraum

Sopran (Carola Keil) Querflöte (Carina Sprenger) Kontrobass (Jan Grüntjes) Cembalo (Winfried Kuntz)

  

3 Nordportal

Bariton (Ekkehord Abele) Posaune (Lena Breum)

Marimba. Snare. 2 Becken (l Spieler, Michael Becker) Akkordeon - (Kerstin Bludau-Weitzel)

 

 

Oskar Gottlieb Blorr, über drei Jahrzehnte Kirchenmusikdirektor und Professor an der

Düsseldorfer- Neanderkirche, beschäftigte sich seit 1953 mit Bonhoeffers Texten. Jetzt

schrieb er ein umfangreiches Werk (ca. 23'), das den Kompositionspreis der Stadt Neuss 2006

gewann und dort am 15. Juni 2006 uraufgeführt wird.

An drei Positionen im Raum sind die beiden Sänger und die Instrumentalisten verteilt. Als Texte

nahm er die „Gebete für Mitgefangene" aus „Widerstand und Ergebung" samt den dort

angegebenen Choralstrophen von Paul Gerhardt und Gerhard Tersteegen, dazu aus Psalm 27 die

Verse l und 13 in hebräischer Sprache und in Luthers Übersetzung, das musikalische Material

basiert auf einer vorgegebenen Reihe, einem Bonhoeffer-Sonogramm und den durch die Texte

vorgegebenen Choralmelodien („Sollt ich meinem Gott nicht singen", „Ein Tag, der sagt' s dem

anderen" und „Warum sollt ich mich denn grämen'). Dem Bariton (=Bonhoeffer) sind die „Tangos"

zugeordnet, dem Sopran (=Maria) die Choräle. während die erste Gruppe (mit großer Orgel) die

Kirche als „geschichtliche Substanz" charakterisiert. Melos, Rhythmus und Harmonik des Tango

wählte Blarr, weil dies eine für Bonhoeffer zeitgenössische Form des Tanzes sei (im Bonhoeffer-

Film gibt es eine Szene, in der er mit Maria tanzt). Tango ist auch eine stilisierte Form der

erotischen Liebe, die - wie Gottes Liebe zu den Menschen - nicht ungetrübt ist (Moll). (Ruth

Forsbach in : „Musik und Kirche" 2006/1)

   

 

Der Beitrag wird auf SR 2 am  3. September 2006  ab 10:04Uhr  gesendet.


25jähriges Dienstjubiläum von Roland Lißmann

Bildbericht von der Feier am 27.08.2006 im Gemeindehaus

„Im August 1981 nahm ich, nachdem Herr Kirchenmusikdirektor Kurig in den Ruhestand getreten war, die Arbeit als Kirchenmusikwart im Kirchenkreis St. Wendel auf“. So beschreibt Roland Lißmann selbst seine Anfänge. Aufgewachsen ist er im Kreis Kusel und von Herrn Dekan Baldur Melchior wurde er sehr gefördert. Nach einem Studium der Kirchenmusik in Heidelberg zog er um in die Kirchengemeinde Offenbach – zunächst in die Wohnung im Pfarrhaus in der Klosterstraße. Zu seiner Stelle gehörte die Tätigkeit als Kirchenmusiker in Offenbach d.h. als Leiter des Posaunen- und des Ök. Kirchenchors. Dazu kam die musikalische Gestaltung der Gemeindegottesdienste u.a. an der Orgel. Eine Vielzahl von kleinen und großen Konzerten hat er durchgeführt. Ihm ist es zu verdanken, dass unsere Abteikirche eine der Hauptstätten für Kirchenmusik im Landkreis ist. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Förderung des Nachwuchses. Falls Sie Interesse an einer Ausbildung zum Organisten haben – Herr Lißmann gibt Ihnen und euch gerne kostenlosen Unterricht. Auch Schulungen zur Chorleitung gehören zu seinem Aufgabenfeld. Durch die Kirchenmusik hat Roland Lißmann unser Gemeindeleben sehr bereichert. Mit großer Freude gratulieren die drei Gemeinden zum Dienstjubiläum. (Quelle Gemeindebrief Nr. 23)

 

 Bilder von den Ehrungen. Auch Pfarrer Pressler vom saarländischen Rundfunk gehörte zu den Gratulanten.

Überreichung der Urkunde durch den Superintendenten G. Koepke

Ehrung von der Kirchengemeinde, den Presbyterien, dem ökum.Chor und der Kantorei durch Pfarrer J. Hülser und  Herrn Wuff.